Ultraschall statt Röntgen

Wir wissen schon seit Langem, das Röntgenstrahlung den Körper und vor allem das Erbgut schädigen kann. Natürlich passiert Ihnen nichts, wenn Sie ab und an einmal unter ein Röntgengerät müssen. Sind Sie jedoch schwanger oder Arbeiten, wie zum Beispiel in einer Zahnarztpraxis, jeden Tag mit diesen Strahlen, kann es für den Körper schon eine Belastung sein. Wissenschaftler der Universität Rostock und der S&N Datentechnik GmbH haben nun ein Gerät entwickelt, das ein Röntgengerät in der Zukunft fast aus der Zahnarztpraxis verbannen könnte. Das Gerät hat ein bisschen das aussehen einer elektrischen Zahnbürste und im Griff steckt die Technik. Das Ultraschallgerät ist kabellos und kommt ohne Strahlung aus. Vorne befestigt ist ein etwas Geldstück großes Metallplättchen.

Völlig schmerzlos funktioniert es, indem man einfach kurz den Zahn “bestrahlt”. Die Daten, die sogar die Beschaffenheit des Zahnes beinhalten können. Dinge, die der Zahnarzt nicht durch ein Röntgenbild sehen kann. Auch möglich ist es, kleine Einschlüsse von Luft zu sehen, die sich unter Füllungen gesetzt haben. Der Zahnarzt kann mit dem neuen Ultraschall auch unter Brücken und Prothesen sehen, was ihm das Auffinden von Karies darunter erleichtert.

Statistisch gesehen werden rund 37 % aller Röntgenaufnahmen in Deutschland vom Kiefer und den Zähnen gemacht. Diese Zahl könnte komplett wegfallen zugunsten eines Gerätes, das wesentlich mehr und bessere Anhaltspunkte für eine zufriedenstellende Behandlung gibt. Der Patient kann “live” am Monitor genau mitverfolgen, was der Zahnarzt sieht und ohne Verzögerung kann abgesprochen werden, was gemacht werden muss.

1,74 Millionen Euro sind für das Projekt angesetzt, von dem es grade den ersten Prototyp gibt. Die Forscher haben sich eine Zeit von 3 Jahren gegeben um das Ultraschallgerät “serienreif” zu machen. Das Patent haben sie schon heute. “Scan-O-Dent” wird es heißen und auch in der mobilen Praxis von Zahnärzten für Altenheimbewohner und Obdachlose eingesetzt werden.

Auch für Schwangere Patientinnen ist es eine Innovation. Diese konnten bislang nicht untersucht werden mit einem Röntgengerät, da die Strahlen als gefährlich für das Kind eingestuft wurden.

Das Gerät soll einmal knappe 10.000 Euro kosten und ist somit Billiger als ein Röntgengerät das heute Standard in den Praxen ist. Geplant ist auch im späteren Verlauf eine Anwendung für Zuhause, in der man bestimmte arten der Vorsorge einfach und schnell selbst abwickeln kann.

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