Deutsche sind Zahnarztmuffel

Viele Menschen haben Angst zu einem Zahnarzt zu gehen. Das betrifft laut einer Umfrage der Barmer GEK 30 % der deutschen Bevölkerung.

Besonders ausgeprägt ist dieses Problem bei in Menschen mit Migrationshintergrund. Auch sozial schwache Bevölkerungsschichten meiden scheinbar den Zahnarztbesuch. Doch grade diese benötigen es am meisten, denn statistisch gesehen sind sie die mit der schlechtesten Zahnpflege und Mundhygiene.

Wo in den Kindheitsjahren noch 80 % die jährliche Kontrolluntersuchung wahrnehmen, sind es bei den Erwachsenen Frauen nur noch 75 % und bei den Männern nur 65 %.

Deutsche sind Zahnmuffel

Die Deutschen sind Zahnarztmuffel und gehen oft ungern zum Zahnarzt / Bild: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Durchschnittlich besuchen Patienten im Jahr sieben mal die allgemeinmedizinische Praxis und nehmen mindestens eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch. Zum Zahnarzt gehen sie im Schnitt nur einmal.

Die Studie ergab weiterhin, dass die Ostdeutschen Zahnarztbesuche häufiger wahrnehmen als die westdeutsche Bevölkerung, was sich Mediziner damit erklären, dass der Anteil der Migranten in den östlichen Bundesgebieten weit niedriger ist und die Praxisdichte höher.

Mediziner sind sich einig, dass diesem Zustand durch Gruppenprophylaxe in Schulen und Kindergärten entgegengewirkt werden muss.

Das Bewusstsein für Mund und Zahnhygiene muss geweckt werden und die Vorsorge stark ausgebaut. Die Angst vor dem Zahnarztbesuch muss langsam in der Bevölkerung abgebaut werden. Das fordern die Initiatoren der Studie.

Ungefähr 14 % der Menschen die in Industriestaaten Leben haben eine extreme Zahnarztphobie. In den schlimmsten Fällen kommt es zu körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Übelkeit, Brechreiz oder Schweißausbrüchen.

Laut dem Magazin “Senioren Umschau” sollten grade Patienten die Angst vor den Schmerzen haben, den Zahnarztbesuch auf den Nachmittag legen. Nach einer amerikanischen Studie ist auch unser Schmerzempfinden von der inneren Uhr gesteuert und hat am Nachmittag gegen 15 Uhr seinen Tiefpunkt, was Narkose und Schmerzmedikamente besser wirken lässt.

Viele Zahnärzte im Bundesgebiet haben sich mittlerweile auf die Therapie von ängstlichen Patienten spezialisiert und bieten spezielle Behandlungsmethoden wie zum Beispiel Hypnose an. Auch im Internet findet man Informationen zum Angstabbau und sogar Chaträume, die sich mit dem Thema “Angst beim Zahnarzt” beschäftigen. Anonyme Beratung über das Telefon ist ebenfalls möglich.

So hat jeder Patient die Möglichkeit durch seinen eigenen, selbstgewählten Weg wieder vertrauen in einen Zahnmediziner zu fassen und so die Angst abzubauen.

Der Zahnarzt ihres Vertrauens steht ihnen sicher für eine Beratung zur Verfügung.

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